23. April 2009
Ach was waren das noch Zeiten, als man in einen Laden ging um sich etwas zu kaufen. Ob jetzt ein Buch, Kleidung oder was man sonst gebraucht hat. Damals, da war das noch ein Erlebnis “Shoppen” zu gehen. Man hat immer wieder etwas entdeckt, was man noch nicht kannte und dann vielleicht gebrauchen könnte.
Doch heute ist das doch ganz anders. Wo man früher in den nächsten Buchladen geht, surft man heute zu Amazon.de oder Buch.de. Jeder halbwegs große Laden hat seine eigene Internetseite wo man auch Online bestellen kann und längst bietet Amazon nicht nur Bücher an, sondern CD’s, DVD’s, Computer, HiFi, Spiele, Kleidung, und und und…
Und jetzt kommt auch noch der digitale Vertrieb von Musik, Spielen und Filmen/Serien dazu. Über iTunes, Steam, Musicload und Konsorten. Das macht es noch einfacher. Man muss nicht einmal mehr auf den Postboten warten sondern läd es sich über die DSL-Leitung einfach herunter.
Vorbei sind also die Zeiten des “Haben wir nicht” oder “Müssen wir bestellen”. Den im Internet ist alles verfügbar. Und wie man immer wieder sieht nutzen es die Menschen auch. Amazon macht immer größere Umsatzzahlen und iTunes verdient auch nicht schlecht mit dem Musicstore.
Die Jugend nutzt es auf jedenfall, selbst die ältere Generation kann sich dem nicht entziehen. Doch was bedeutet das für den Einzelhandel? Ich meine, wenn wir jetzt alle fast alles im Internet einkaufen, was passiert dann mit dem Einzelhandel. Man hört ja immer wieder von Umsatzeinbußen, besonders zu Weihnachten und ähnlichen Zeiten.
Es gehen halt immer weniger Leute “traditionell” Shoppen. Wozu auch. Immer diese Gedränge, der Stress and so on. Da kann man sich auch schön zuhause hinsetzen und sich alles Liefern lassen.
Ist ja auch kein Wunder, das sich immer mehr Menschen bekehren lassen. Die Beratung im Einzelhandel war auch schon mal besser. Heute gibt es immer weniger Beratung und wenn man mal eine bekommt, ist nicht sicher, ob sie den auch gut ist. Ich denke jeder hat sich schon einmal gefragt, was die Verkäufer überhaupt da machen. Erzählen einem manchmal Sachen die dermaßen von Unwissen zeugen, das man es nicht glauben kann.
Also ist dem “traditionellem” Shoppen schonmal ein Reiz genommen. Und der Rest, naja seien wir mal ehrlich. Online ist schon besser. Aber den Einzelhandel kann man ja nicht einfach sterben lassen, weil da hängen ja schon ein paar Jobs dran. Aber wie begegnet der Einzelhandel dieser Miesere. Mit weniger Beratung, weniger Service, um zu Sparen.
Doch eigentlich müsste man investieren. Das Erlebnis Shoppen wiederbeleben. Man schaue sich zum Beispiel Ikea an. Dort ist auch Online-Shopping möglich. Trotzdem besuchen viele Menschen ihren Ikea, nur um mal zu schauen. Dort findet man ja immer was. Es ist halt noch ein Erlebnis.
Ich denke in den nächsten Monaten und Jahren wird sich in diesem Bereich noch einiges ändern, im Einzelhandel sowie im Online-Handel.
P.S Ganz interessant noch nebenbei, mei Asia-Supermarkt (asiatische Lebensmittel und Kitsch alles Art) um die Ecke ist nun auch in den Online-Handel eingestiegen. Man kann dort alles bestellen, was es auch normal zu kaufen gäb. Schon seltsam, ist nämlich nur ein kleiner Laden, kein großer Komzern oder so.